Partenstein Erichstollen

Erichstollen bei Partenstein

Im Spessart wurde früher eine Vielzahl von Bodenschätzen gefördert. Bei Partenstein war es der Schwerspat (Bayth). Schwerspat weist eine hohe Dichte auf, ist also sehr schwer und er ist reinweiß. Verwendet wird er auch heute noch im Bereich Strahlenschutz und zur Herstellung von Fabpigmenten. Hochwertige Druckpapiere in Museumspualität (sie sollen in 100 Jahren nicht vergilben) werden mit Barythpigmenten aufgehellt. Ein DinA4-Blatt kann da schon bis zu 2 Euro kosten.

Der Erichstollen wurde 1922 angelegt und bis 1964 betrieben. Der Schwerspat wurde auf Loren aus dem Bergwerk gebracht und in einen Bunker gekippt. Von dort wurde er dann auf Fuhrwerke / LKW verladen und auf einer gepflasterten Straße zum Bahnhof transportiert.

Nicht geklärt ist, ob die Spurrillen durch die Räder der Fuhrwerke entstanden sind oder ob sie sozusagen als Schienen in den Stein eingeschlagen wurden.