Henneburg und Stadtprozelten

Die Henneburg

Die Henneburg liegt über dem Main und oberhalb von Stadtprozelten am südlichen Rand des Spessart. Zwischen dem gegenüberliegenden Mondfeld und Stadtprozelten setzt eine Fähre Fußgänger und Autofahrer über den Main. Es ist die letzte, die am Mainviereck noch regelmäßig verkehrt.

In den letzten Jahren wurde die Henneburg aufwändig saniert. Von außen erstrahlt sie schon im neuen Glanz. Das Innere ist aber immer noch nicht zugänglich. Deshalb kann der große Bergfried noch nicht bestiegen werden. Auch die Gastronomie ist geschlossen.

Zur Henneburg kommt man auf einem Fußweg direkt von Stadtprozelten aus oder auch über eine Straße. Im Inneren bestätigt sich der Eindruck, den man schon vom Main aus hatte: Die Henneburg ist eine der größten Burganlagen in Süddeutschland. Ihr heutiges Erscheinungsbild bekam sie im 14. und 15. Jahrhundert vom Deutschen Orden. Hier ältere Aufnahmen vom Inneren der Henneburg

Stadtprozelten

Auf dem Bild oben sieht man die wesentlichen Probleme von Stadtprozelten:
1) Es fehlt eine Umgehungsstraße. Der gesamte Verkehr fließt durch die Hauptstraße. Dadurch leidet die Wohnqualität dort immens. Viele Häuser sind leider in einem schlechten Zustand bzw. stehen leer.
2) Es fehte schon immer an Platz. Für die Burg war die Lage auf einem steilen Bergsporn nahe am Main ideal. Die Stadt unterhalb war eingeengt durch Burgberg, Main und Stadtmauer, später dann durch den hochwassersicheren Bahndamm. Rothenfels war in einer ganz ähnlichen Situation. Dort ist aber heute der Bahnverkehr eingestellt. Auf dem ehemaligen Bahndamm konnte eine großzügige Umgehungsstraße gebaut werden.

Stadtprozelten: die Hauptstraße

Ansonsten zeigen sich in Stadtprozelten die gleichen Entwicklungen wie in vielen anderen Kleinstädten: Der Einzelhandel kann nicht mit den Märkten am Ortsrand mithalten, er gibt auf. Die Handwerker brauchen mehr Platz und ziehen ins Gewerbegebiet. Und die Bewohner träumen von einem freistehenden Einfamilienhaus in ruhiger sonniger Lage. Die Folgen begegnen einem auf Schritt und Tritt:

Auf der Bergseite war der Platzmangel so groß, dass man mehrere Häuser hintereinander gebaut hat. Je weiter von der Hauptstraße entfernt, desto kleiner und einfacher sind die Häuser. Einziger Zugang sind auch heute noch schmale Gassen und steile Treppen. Es handelt sich dabei um öffentliche Wege, nicht um private Hauszugänge.

Auf der Seite Burgen im und am Spessart werden die beeindruckensten Burganlagen im Überblick dargestellt.
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