Am Mainviereck ist Wertheim am ehesten mit Lohr und Miltenberg zu vergleichen. Alle drei wurden im 2. Weltkrieg kaum zerstört, haben also eine weitgehend erhaltene historische Innenstadt. Durch Industrie und Gewerbe ist genug Geld da, um diesen Schatz auch zu pflegen. Museen wie hier das Grafschafts- oder das Glasmuseum bieten Besuchern die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter in Wertheim etwas zu erleben. Auch das wenige km entfernt liegende ehemalige Kloster Bronnbach ist auf jeden Fall einen Besuch wert. All das zieht Touristen an, die mit ihrem Geld den Einzelhandel am Leben halten und eine Gastronomie, wo man vielfältig, gut und preiswert auch zu Mittag essen kann.

Wertheim: Altstadt

Burg Wertheim

Wie bei den meisten Burgen begann der Bau im 12. Jahrhundert. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg dann zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Burg Wertheim ist eine der größten Burgen Süddeutschlands. Auf jeden Fall lohnt sich der Eintritt. Das Burgmodell steht im Grafschaftsmuseum.

Wertheim: Die Stiftskirche

Der Bau der (heute evangelischen) Kirche begann 1384. Besonders beeindruckend sind die Grabdenkmäler der Wertheimer Grafen im Chorraum.

Wertheim: Die Kilianskapelle

Die neben der Stiftskirche gelegene Kilianskapelle hatte eine wechselvolle Geschichte: Als Kapelle für die Stiftsherren gebaut, dann u. a. als Lateinschule genutzt ist sie heute ein Museum. Neben der schönen Ausstattung bleibt der Grabstein des Hofnarren in Erinnerung.

Im Lohrer Stadtarchiv befinden sich über 2000 Glasnegative. Sie stammen von dem 1951 verstorbenen Fotografen Franz Schäfer. Auch das Foto unten links stammt aus dieser Sammlung (© Stadtarchiv Lohr, bearbeitet von Ulrich Prantl). Von ihm sind noch mehrere Fotos von Wertheim erhalten. Damit man die Qualität des über 100 Jahre alten Fotos sehen kann, ist es etwas größer als sonst üblich hinterlegt.

Wertheim: Das Grafschaftsmuseum

Kloster Bronnbach

Südlich von Wertheim im Taubertal liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Bronnbach. Es hat eine ereignisreiche Geschichte: Gegründet im 12. Jahrhundert, geplündert im Bauernkrieg 1525, nach der Wiederherstellung erst zum evangelischen Glauben übergetreten und dann wieder zum katholischen. Im 30-jährigen Krieg wurde es von den Schweden verwüstet und schließlich 1802 bei der Säkularisierung den Wertheimer Grafen zugesprochen. Heute ist der Main-Tauber-Kreis Eigentümer der gut restaurierten Anlage.

Die Klosterkirche mit Kreuzgang